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Celesio von Übernahmegerüchten beflügelt


06.07.2010
AC Research

Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research erhöht sein Rating für die Aktie von Celesio (ISIN DE000CLS1001 / WKN CLS100) von zuvor "halten" auf jetzt "kaufen".

Rund um das Thema Arzneimittel zähle Celesio zu den führenden europäischen Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sei dabei in die drei Geschäftsbereiche Patient and Consumer Solutions, Pharmacy Solutions und Manufacturer Solutions untergliedert. Im Bereich Patient and Consumer Solutions richte sich die Gesellschaft mit starken Apothekenmarken an Patienten und Verbraucher. Dabei unterhalte der Konzern sowohl Präsenzapotheken als auch Versandapotheken. Im Rahmen von Markenpartnerschaften arbeite Celesio in Deutschland mit selbstständigen Apothekern zusammen, da Kapitalgesellschaften hier keine eigenen Apotheken betreiben dürften. Im Bereich Pharmacy Solutions werde vor allem das klassische Pharmagroßhandelsgeschäft betrieben. Im Geschäftsbereich Manufacturer Solutions biete das Unternehmen Pharmaherstellern Logistik- und Distributionslösungen an und unterstütze sie bei dem Vertrieb und dem Marketing.

Das Unternehmen sei in das Visier von Übernahmespekulationen geraten. Ursächlich für die Spekulationen sei die Umschuldung von Phoenix. Bei der zur Merckle-Gruppe gehörenden Phoenix handle es sich um den Marktführer unter den Pharmagroßhändlern. Phoenix erhalte von 17 Banken einen Kredit über 2,6 Milliarden Euro mit einer Laufzeit bis 2013. Damit habe Phoenix gerade noch einmal eine Zerschlagung verhindern können.

Nach Ansicht der Analysten von AC Research erscheine es durchaus möglich, dass nunmehr Celesio verstärkt in den Fokus von Übernahmespekulationen kommen könne. Im Juni habe der amerikanische Gesundheitsdienstleister Medco in den Niederlanden ein Gemeinschaftsunternehmen mit Celesio gegründet, dass sich mit pharmazeutischen Dienstleistungen für Patienten mit chronischen oder schweren Erkrankungen beschäftige. Zudem sei vereinbart worden, dass Celesios Tochter DocMorris mit der Europa Apotheek zusammenarbeiten solle. Möglicherweise könne die Partnerschaft nun deutlich intensiviert werden. Als weiterer möglicher Interessent an Celesio gelte zudem auch McKesson. McKesson sei der Weltmarktführer bei den Pharmagroßhändlern.


Nach Ansicht der Analysten von AC Research sei das Joint-Venture mit Medco positiv zu werten. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund der Erschließung neuer Märkte und der Fokussierung auf das margenstärkere Dienstleistungsgeschäft. Das Joint Venture solle zunächst im laufenden Jahr in Deutschland seine operative Tätigkeit aufnehmen. Bereits Mitte Juni habe Celesio zudem mitgeteilt, dass man die Aktivitäten im niederländischen Pharmamarkt mit denen von Phoenix zusammenlegen werde. Da Celesio bereits im vergangenen Jahr angekündigt habe, im Bereich Apotheken die Aktivitäten in Ländern mit einem geringen Marktanteil zu überprüfen, habe diese Meldung nicht überrascht. Trotzdem sei auch diese Maßnahme grundsätzlich positiv zu werten.

Auf operativer Ebene habe Celesio im abgelaufenen ersten Quartal 2010 die Erwartungen der Analysten erreichen können. So habe das Unternehmen den Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 10,8% auf 5,668 Milliarden Euro steigern können. Beim EBITDA sei gleichzeitig ein Zuwachs um 6% auf 153,2 Millionen Euro verzeichnet worden. Der Nachsteuergewinn habe mit 59,5 Millionen Euro oder 0,34 Euro je Aktie um 2,5% über dem entsprechenden Vorjahresniveau gelegen.

Dabei habe sich insbesondere der Bereich Pharmacy Solutions mit einem Umsatzanstieg um 10,8% auf 4,66 Milliarden Euro und einer Steigerung des EBITDA um 22,5% auf 107,9 Millionen Euro sehr gut entwickelt. Dabei habe der Konzern vor allem auch von zusätzlichen Ergebnisbeiträgen des brasilianischen Großhandels profitiert. Die Einbeziehung der seit September 2009 konsolidierten brasilianischen Panpharma habe sich aber auch deutlich positiv auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt.

Belastend hätten sich im abgelaufenen ersten Quartal allerdings diverse staatliche Maßnahmen ausgewirkt. So sei es beispielsweise in Irland im Februar zu einer Preissenkung für Generika um 40% gekommen. Hierin sehe man auch eines der zentralen Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung von Celesio. So seien in den meisten EU-Staaten weitere staatliche Restriktionen im Zusammenhang mit dem Versuch, die Staatsdefizite abzubauen, durchaus zu erwarten. Dies werde das Sentiment für die Aktie in den kommenden Monaten wahrscheinlich weiterhin belasten.

Beim gestrigen Schlusskurs von 17,52 Euro erscheine das Unternehmen mit einem KGV 2011e von knapp 9 nach Ansicht der Analysten von AC Research allerdings trotzdem relativ moderat bewertet. Im Zuge einer gleichzeitig vorhandenen latenten Übernahmefantasie sehe man auf dem aktuellen Bewertungsniveau bei einem Investment in die Aktie ein positives Chance-Risiko-Verhältnis.

Die Analysten von AC Research erhöhen ihr Rating für die Aktien von Celesio von zuvor "halten" auf jetzt "kaufen". (Analyse vom 06.07.2010) (06.07.2010/ac/a/d)




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